Aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse musste die mit der Entsorgung der Gelben Tonne ausschließlich vom dualen System als Systembetreiber beauftragte Firma Kühl Entsorgung und Recycling GmbH & Co. KG seit Beginn der kalten Jahreszeit einzelne Entsorgungstouren abbrechen. Dies nimmt die Stadtverwaltung zum Anlass, um nochmals über die Organisation des Winterdienstes, den Zusammenhang mit den Entsorgungstouren und den wichtigen Winterdienstbeitrag eines jeden einzelnen Anliegers zu informieren.
Das Straßennetz der Stadt für den Straßenwinterdienst ist in ein betreutes – nach den Dringlichkeitsstufen I und II untergliedertes – Hauptnetz sowie in ein unbetreutes Nebennetz eingeteilt. Das betreute Netz umfasst rund 90 Kilometer Straßen und damit die Hälfte des gesamten Netzes. Vorrang haben vor allem Hauptverkehrsadern, Straßen mit Buslinienverkehr und Hauptzufahrtsstraßen. Im unbetreuten Nebennetz wird Straßenwinterdienst nur in seltenen Ausnahmefällen und unter der Voraussetzung, dass das Hauptnetz vollständig befahrbar ist, durchgeführt. Einsatzzeiten für die Durchführung des Winterdienstes im Schichtsystem sind Montag bis Freitag von 4:00 bis 20:30 Uhr. In der übrigen Zeit sowie an Wochenenden und Feiertagen besteht lediglich ein eingeschränkter Straßenwinterdienst bei extremen Witterungsbedingungen.
Ein weiterer elementarer Bestandteil des Winterdienstes sind die Räum- und Streupflichten eines jeden Anliegers entsprechend der städtischen Straßenreinigungssatzung. Informationen zum Winterdienst und der Räum- und Streupflicht sind zu finden unter www.freital.de/Stadtreinigung. Nur im Zusammenspiel des städtischen Winterdienstes und der Räum- und Streupflichten jedes Anliegers gelingt es, dass Ver- und Entsorgung gewährleistet werden kann.
Mit Blick auf die vorgenannten Randbedingungen kann es im Winter bei bestimmten Witterungsbedingungen trotz aller Bemühungen dazu kommen, dass Teile des Straßennetzes schwierig befahrbar sind und in der Folge auch Entsorgungstouren nicht komplett abgewickelt werden können. Dazu wurde bereits im vergangenen Jahr eine Verfahrensweise mit der Firma Kühl abgestimmt, die auch aktuell wieder zum Tragen kommt.
Müssen Touren abgebrochen werden, erfolgt die Leerung grundsätzlich zum nächsten regulären Sammeltermin, bei welchem dann auch transparente oder gelbe Beistellsäcke verladen werden. Nachentsorgungen außerhalb der regulären Touren sind aktuell nicht eingeplant und finden lediglich in Einzelfällen statt. In diesen Fällen verweist die Firma Kühl als erster Ansprechpartner mögliche Anrufer auf die Internetseiten der Firma und der Stadtverwaltung. Dort wird auf Information der Firma Kühl hin veröffentlicht, wann notwendig gewordene Nachentleerungen stattfinden.
Bei erkennbar schwierigen Straßenbedingungen können Anwohner, sofern es Ihnen möglich ist, die Gelben Tonnen auch am Kreuzungsbereich der nächstgrößeren, befahrbaren Straße zur Leerung bereitstellen. Der Fußgänger- und Straßenverkehr darf dabei nicht behindert werden.
Für die Entsorgung der Abfälle aus den privaten Haushalten sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger verantwortlich. Für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist dies der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE), was Rest- und Bioabfälle, schadstoffhaltige Abfälle, Sperrmüll und Elektroaltgeräte sowie Abfälle aus Papier, Pappe und Kartonagen betrifft.
Anders verhält es sich bei den Verpackungsabfällen, wozu Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Verbundstoffen (Gelbe Tonne) zählen. Das Einsammeln und Verwerten dieser wurde deutschlandweit den Herstellern und Inverkehrbringern von Verpackungen übertragen. Die dualen Systeme schreiben in deren Auftrag diese Leistung alle drei Jahre neu aus und beauftragen die Entsorgungsunternehmen. Für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist dies momentan Kühl Entsorgung und Recycling GmbH & Co. KG, Hauptstraße 100, 01809 Heidenau, Telefon: 0800 4020040, E-Mail: kuehl.heidenau@kuehl-gruppe.de (Übergeordneter Systembetreiber ist die Landbell AG, Rheinstraße 4 L, 55116 Mainz, Telefon: 06131 235652-0, E-Mail: info@landbell.de).
Oberbürgermeister Uwe Rumberg: „Uns haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Beschwerden bezüglich nicht abgeholter Gelber Tonnen erreicht. Auch wenn wir rein formal nicht zuständig sind für die Entsorgung, stehen wir mit der Firma Kühl als zuständigem Entsorger im Austausch, um die Probleme vom Tisch zu bekommen. Bei extremen Wettersituationen ist sicherlich Verständnis geboten. Aber ansonsten muss auch für den Verpackungsmüll im Winter eine zuverlässige Entsorgung gewährleistet sein, wie es in der Regel bei den anderen Entsorgungsfirmen funktioniert.“
Quelle: HP Stadt Freital vom 09.01.2026